Applaus!

C’est la société!

So oft klagt man über die Gesellschaft. Eine Gesellschaft voller Gesichter, die einem unbekannt sind. Wie maskierte kreuzen sich die Wege vieler Persönlichkeiten und doch bleibt man auf der halben Strecke der Zwischenmenschlichkeit liegen. Am Ende des Tages ist man auf sich selbst gestellt, ist für sich selbst verantwortlich.
Selbst in Beziehungen “ strecken  [wir]  die Hände nacheinander aus, aber es ist vergeblich Mühe, wir reiben nur das grobe Leder aneinander ab- wir sind sehr einsam“ (Dantons Tod, Georg Büchner) – was so viel bedeutet wie, auch wenn es äußerlich die Liebe zu sein scheint, die wir geben und nehmen, ist jeder menschliche Kontakt doch vergebens, weil wir am Ende des Tages einsam für uns sind. Sehr ernüchternde Annahme würde ich mal sagen. Doch ist es wirklich die Gesellschaft, die uns formt? Sind wir es nicht, die sich immer mehr vergessen, um massentauglich zu sein? Jedes Individuum bestimmt wie das Erscheinungsbild der Mehrheit ist. Ohne Individuen gibt es keine Mehrheit, ohne ein einzelnes Klatschen gibt es kein Beifall. In der begrenzten Zeit des Lebens liegt es an jedem einzelnen seinen Beitrag zum Beifall zu vergrößern, seine Stimme zu erheben. Ce n’est pas la société Es ist leicht sich in der namenlosen Gesellschaft zu verlieren, hingegen es eine Herausforderung wird sich selbst treu zu bleiben, sich selbst zu finden.

Brückenromatik

Unsere Blicke sind wie Brücken, die ins Nirgendwo führen.
Jeden Tag versuchen einen Punkt zu fixieren
und doch den Augenblick verlieren.
Walküren, die nach Hoffnung suchen
Auf den Brücken der gleichbleibenden Tage.
Alle Welt spricht von Veränderung,
doch lebt lieber in der Illusion
Der Perfektion.
Kann es sein, so wie ich denke?
Unsere Gedanken sind wie Brücken, die ins Nirgendwo führen.
Das Gerüst bleibt eine Baustelle,
der Wegweiser bleibt verschwunden.
Das Nirgendwo wird eines Tages
das Glück entfachen,
der Grund sein, warum wir jeden Tag zusammen lachen.
Am Anfang  ist es scheinbare Zeitverschwendung.
Am Ende ist es die Erfüllung.

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2 Gedanken zu “Applaus!

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