Traum #2

Ein riesiges Hotel steht mitten auf einer Wiese. Roter Teppichboden ziert den Boden des Hotels, auf dem vereinzelt prachtvolle Blumengestecke in Marmorvasen verschwinden. An der Wand hängen Portraits, dessen Leinwände in goldene Rahmen verkleidet sind. Die Tapete ist in einem schlichten weiß gehalten und hebt somit die Wirkung des stechenden Rots des Teppichs hervor. Die Treppen, die ins nichts führen, erscheinen mir als würden sie den ganzen Raum füllen. Das Treppenchaos schwebt wie ein Himmel aus Marmor über den Köpfen der Menschen. Ich irre durch dieses Hotel, welches in warmes Licht getaucht ist und mir trotzdem kein wohliges Gefühl im Magen hinterlässt. Es erinnert mich an „Gatsbys Mansion“ aus Fitzgeralds Roman, den wir in Englisch durchgenommen haben. Ein wunderschönes Haus, das so viel Kälte in sich vereint, dass man es versuchen will dort zu wohnen, obwohl man weiß, dass es zum Scheitern verurteilt ist. Menschenmassen stehen auf den Gängen und in großen Eingangshallen. Ein riesiges Buffet erstreckt sich über das ganze Hotel. Ich stehe auch an einer Schlange an, warte artig. Um die Massen herum wuseln hektisch Butler umher, die ich als „Dagoberts“ benennen würde. Butler in Dagobert Pinguinanzügen. Mein Vater steht vor mir und diskutiert mit dem Mann der Essensausgabe, dessen Schnurrbart vor Aufregung auf seinen Lippen tanzt. Das Gespräch wird immer hitziger und obwohl ich direkt neben dem Gebrüll stehe, verstehe ich kein Wort und bin im Traum in meinen Gedanken gefangen. Kurz bevor die Situation eskaliert und einer der beiden Männer seine Faust schwingen kann, verspüre ich das Gefühl verfolgt zu werden.
Jemand hat ein Auge auf mich geworfen, aber in der Menge erkenne ich keine Gesichter, nur ungeduldige Körper. Von diesem Gefühl erfasst greife ich das Handgelenk meines Vaters, zerre ihn auf einen Treppenvorsprung. „Hier hat jemand eine Bombe“, schreie ich wie fremdgeleitet in die Menschenmassen, die augenblicklich in Panik geraten. Wie in einem fremden Körper wohnend renne ich panikerfüllt durch die Gänge, taste mich an den Wänden entlang mit dem Gefühl verfolgt zu werden. Schüsse in einer der vielen Eingangshallen sind zu hören. Meine Familie ist in der Panikmasse verschwunden. Ich bin allein. Schutzlos. Renne aus dem Hotel auf eine Straße, die mir aus anderen Träumen bekannt erscheint. Sie ist im asiatischen Stil – der Boden ist nass, aber mir ist warm. Meine Schläfen pochen, mein Herz flimmert nur noch. Der Angreifer war nicht hinter mir, nur dieses Gefühl blieb. Dieses Gefühl beobachtet zu werden. Wie eine Katze,die auf auf der Jagd isr. Die Maus wird in ihrem Mauseloch beobachte bis der Richtige Moment abgepasst ist und die scharfen Katzenkrallen den Mäusekörper zerkratzen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s